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HeimchenHeimchen und ihre Bekämpfung

 Bei den Heimchen (Acheta domesticus) - auch Hausgrillen genannt - handelt es sich um eine besonders wärmeliebende Art der Grillen. Sie fühlen sich an durchgehend und möglichst gleichmäßig warmen (ca. 31-32 Grad Celsius) und trockenen Stellen am wohlsten. Daher sind sie ganzjährig in Gebäuden in der Nähe von Wärmequellen zu finden. z.B. Bäckereien, Schwimmbäder, Heizungen, Motoren, etc. Im Sommer findet man diese Insekten auch im Freien z.B. auf Mülldeponien. Bei entsprechender Wetterlage kann es hier zu rasanten Massenvermehrungen kommen, nach denen die Heimchen dann auch gerne in nahe gelegene Wohnhäuser einwandern. Oft werden Heimchen auch als Lebendfutter für Reptilien verwendet und auf diesem Weg in Wohnungen eingeschleppt.

Der Befall einer Wohnung mit Heimchen wird in der Regel durch das sehr laute, vorwiegend nächtliche Zirpen der Männchen festgestellt. Bei einem sehr starken Befall findet man auch Kotspuren in der Nähe der Schlupfwinkel oder sogar vereinzelte tote Tiere. Die Schlupfwinkel sind sehr schwierig zu finden. Meistens handelt es sich um Risse im Mauerwerk, Hohlräume hinter Fliesen oder ähnliches. Die Männchen haben nur einen sehr kleinen Aktionsradiusn und halten sich vorwiegend auf Bodenflächen oder in Zwischendecken auf. Die Weibchen legen ihre Eier (pro Weibchen bis zu 800 Stück) an warmen, trockenen und gut versteckten Stellen ab. Dieses können Schüttungen, Mineralwolle, Sand oder ähnliches sein.

Nahrungsgrundlage: Hier sind Heimchen nicht allzu wählerisch. Sie fressen nahezu alle organischen Materialien wie z.B. Lebensmittel, Textilfasern, Kartonagen, etc. was man sich in der Bekämpfung zu nutze macht.

Einer Bekämpfung vorangehen sollte immer eine gründliche Reinigung und Absaugen des befallenen Bereiches. Hierdurch werden zum einen unter Umständen schon einzelne Tiere beseitigt und zum anderen wird den Tieren die Nahrungsgrundlage entzogen. Dafurch führt der Einsatz von Fraßködern schnell zum Erfolg. Bewährt hat sich hier der Einsatz von Ködergel, wie es auch in der Schabenbekämpfung oder in der Ameisenbekämpfung zum Einsatz kommt. Einselne Tiere lassen sich unter Umständen auch gut mit einer Ungezieferklebefalle fangen. Hierbei handelt es sich um giftfreie Fallen in denen die Heimchen dann kleben bleiben.

Die dritte Möglichkeit der Bekämfung ist der Einsatz von Insektenspray. Hierbei ist es jedoch wichtig, daß insbesondere die Schlupfwinkel gründlichst behandelt werden. Die Behandlung sollte in jedem Fall nach ca. 4-6 Wochen wiederholt werden, da dann die nächste Generation herangewachsen ist. Bitte beachten Sie heirzu jedoch unbedingt die Angaben des Herstellers zu dem jeweiligen Insektizid.

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